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Erhalt und die Pflege der Mitteldeiche

Der Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen ist zuständig für den Erhalt und die Pflege der Mitteldeiche, der 2. Deichlinie im Verbandsgebiet.

Phasen eines Deichbruches

Phase1
Sodenschäden als Auswaschungen am Aussendeich durch auflaufenden Brecherschwall. Ausschlag durch Erosion.

Phase 2
Abrutschen der Binnenböschung durch Überströmen der Deichkrone.

Phase 3
Durchfeuchtung des Deiches im Verlauf der Sickerlinie. Weiteres Abrutschen der Binnenböschung.

Phase 4
Der Deich bricht aufgrund der zunehmenden Durchfeuchtung. Binnenseitig bilden sich "Kolke" (Auswaschungen) die später oft als Teiche bestehen bleiben.

Phasen eines Deichbruches

Sturmfluten von 1532 bis heute

November 1532

Die bedeutendste Flut des 16. Jahrhunderts mit einem Wasserstand von 4,16 m über NN. Es gab sehr viele Deichbrüche, tausende von Menschen kamen ums Leben. Bei Büsum brachen 2/3 der Deiche und es entstanden 11 Wehlen.

Weihnachtsflut 1593

Erhebliche Deichbrüche in Nordfriesland

Oktober 1634, Große Nordstrander Flut

Zerreißung der Marschinsel Strand, die Halligen Nieland und Nübel gingen unter. 8.400 Menschen kamen an der Westküste ums Leben.

Dezember 1717

Die größte Katastrophenflut des 18. Jahrhunderts, der Wasserstand erreichte 4,6 m über NN. An der gesamten Nordseeküste von den Niederlanden bis Dänemark ertranken fast 12.000 Menschen und 100.000 Stück Vieh, 5.600 Gebäude wurden zerstört und 6.000 km² Land wurden überflutet. In Dithmarschen kamen 88 Menschen ums Leben. 20 Häuser wurden zerstört. Brunsbüttel, Glückstadt, Büsum und Töning wurden überflutet, da die Deiche auf mehreren Kilometern fortgerissen wurden. Im Februar 1718 folgte noch eine schwere Eisflut.

Oktober 1745

Sehr schwere Flut mit Wasserständen um 4,7 m über NN und zahlreichen Deichschäden. Es gab kaum Verluste, da nach 1717/18 die Etablierung stärkerer, wehrhafterer Deichprofile faßte.

Februar 1825

Die schwerste Sturmflut des 19. Jahrhunderts. Der Wasserstand betrug 5,0 m über NN. Infolge der Weiterentwicklung der Deichbautechniken gab es nur begrenzte Schäden, dennoch ertranken 800 Menschen und 45.000 Stück Vieh. 2.400 Gebäude wurden zerstört.

Januar 1916

Wasserstand 4,44 m über NN: mehrere Deichbrüche.

Februar 1916

Wasserstand 4,48 m über NN: mehrere Deichbrüche.

Oktober 1936

Wasserstand 4,33 m über NN: zahlreiche Deichbrüche.

Februar 1962

Die gesamte Nordseeküste wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Fluthöhe erreichte in Büsum 4,94 m über NN. Hamburg war am schwersten betroffen, 400 km Seedeiche wurden schwer beschädigt oder brachen. 340 Menschen ertranken, 1.255 Wohnungen wurden zerstört und 27.000 beschädigt.

Dezember 1973

geringe Schäden: Wasserstand 4,4 m über NN in Büsum

Januar 1976

Die Jahrhundertflut an der Elbe: Wasserstand 6,45 m über NN in Hamburg und ein Wasserstand 5,15 m über NN in Büsum. Es gab zahlreiche Deichschäden und einige Deichbrüche wie Christianskoog. Durch den verbesserten Ausbau der Seedeiche blieben Schäden und Verluste gering.

November 1981

Die zweithöchste Flut an der Elbe: Fluthöhe 4,75 m über NN in Büsum. Sie verursachte Schäden an Deckwerken, Deichen und besonders sandigen Küsten, Nordfriesland war stärker betroffen.

Dezember 1999

Das Sturmtief Anatol brachte eine sehr schwere Flut mit Wasserständen von 5,0 m über NN in Büsum. Bereits 2 1/4 Stunden vor dem astronomischem Hochwasser trat der höchste Wasserstand ein. Der weiteren Optimierung der Deichprofile ist zu verdanken, daß es nur sehr geringfügige Schäden gab.

Januar 2000

Sehr geringfügige Schäden.

Aktuell

Aktuelles:

31.01.12

Jahresversammlungen der Sielverbände

Am 01. Feburar 2012 beginnen die Jahresversammlungen der einzelnen Sielverbände, die dem Deich- und...


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